Die größte aller Hürden stellt für alle Teams das Endurance Rennen dar. Viele der Prototypen schaffen die 22 km nicht. Schon die kleinsten Schwierigkeiten können zum Rennabbruch führen. Auch viele der Favoriten scheitern bei dieser Disziplin.
Der Sonntag startete nicht gut. Morgens regnete es und die Rennstrecke war nass. Wir starteten als 24. Vormittags um 10 Uhr war es so weit. Dennis rollte auf die inzwischen abgetrocknete Strecke. Nach der ersten Runde waren die Reifen aufgewärmt, nun konnte unser Auto die bisher gefahrenen Bestzeiten atomisieren. Mit sehr guten Rundenzeiten von 53 Sekunden waren wir die schnellsten zu diesem Zeitpunkt. Der Motor lief gut, der Wagen lag gut auf dem Asphalt. Beim Fahrerwechsel klappte es auch gut. Unser Zweizylinder lief auch im warmen Zustand gut an.
Doch dann, in der ersten halben Runde von David fing es an, aus dem Motorraum zu rauchen, zunächst nur wenig. Aber nach wenigen Kurven war die Rauchentwicklung so stark, dass die Streckenposten uns von dem Kurs nahmen und den Motor abstellten. Wir wurden daraufhin vom Endurance disqualifiziert.
Ein kurze Untersuchung des Motorraums ergab, dass der Entlüftungsschlauch des Kurbelwellengehäuses defekt war und Öl auf den heißen Auspuff lief. Deshalb fing es zu rauchen an. So war das Rennen für uns beendet. Ein kleines Trostpflaster waren die Punkte in der Fuel Efficiency Wertung.
Die starken Teams lieferten sich später noch ein heißes Rennen. Favoriten wie die Vorjahresgewinner Uni Stuttgart, die TU Graz oder DHBW Ravensburg scheiterten ebenfalls später.
Das Team der Universität Delft überzeugten mit ihrem nur 142 kg schwerem Rennboliden und gewannen verdient diese Disziplin und den Wettbewerb. Wir gratulieren zu der starken Leistung.
Dienstag geht es für uns schon wieder weiter. Wir werden uns auf den Weg nach Österreich machen, um dort zu beweisen, was in unserem Rennwagen steckt.
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